Forschung

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Yoga-Basierte-Traumatherapie

Haller H, Mitzinger D, Cramer H. The integration of yoga breathing techniques in cognitive behavioral therapy for posttraumatic stress disorder: a randomized-controlled trial. Glob Adv Health Med. 11: 26-27.

Die Ergebnisse wurden in einem Journal veröffentlicht.
Bitte bis OA12.03 scrollen.

Grundlagenforschung zu PTBS:

Studie: Netzwerkmodell PTBS, Akiki et al., 2017

A Network-Based Neurobiological Model of PTSD: Evidence from Structural and Functional Studies. Teddy J. Akiki et at., 2017

A Network-Based Neurobiological Model of PTSD: Evidence From Structural and Functional Neuroimaging Studies - PubMed (nih.gov)

Basiswissen:

Im Gehirn befinden sich u.a. drei Netzwerke. Das Entscheider-Netzwerk (SA) entscheidet, ob ein Reiz zum Exekutiv-Netzwerk (CEN zuständig für Planen und Machen) oder zum Ruhenetzwerk (DMN, zuständig für Akzeptanz und Regenerieren) weitergeleitet wird. Zwischen diesen beiden Netzwerken gibt es eine abwechselnde Aktivität (CEN-DMN-Modulation). Diese ist in der Yogapraxis wichtig, denn beim Yoga sollte man auch fühlen, was man macht. Die Verknüpfung der Neuronen untereinander bildet ein Netzwerk. Ein iFC ist ein Netzwerk, das sich aus Neuronen von mindestens zwei bestehenden Netzwerken bildet. Je größer ein iFC in beiden ursprünglichen Netzwerken präsent ist, desto mehr zwingt es beide ursprüngliche Netzwerke gemeinsam aktiv zu werden.

Akikis Beschreibung des Gehirns bei PTBS:

Bei PTBS liegen nach Akiki et al. Veränderungen in den iFC’s vor. Das iFC des CEN und des DMN ist verringert. Daraus ergeben sich drei Probleme.

  1. Eine verringerte CEN-DMN-Modulation zwischen beiden Netzwerken, daher Fühlen und Machen wenig miteinander koordiniert werden.
  2. Das CEN ist schwach und kann Aufgaben wie Planen und Machen kaum erfüllen.
  3. Das DMN ist schwach und kann Reize kaum akzeptieren, so dass man nicht zur Ruhe kommen kann.

Da Aufgaben nicht gelöst und Reize nicht akzeptiert werden können, muss das SA ständig aktiv bleiben. Das iFC des SA ist daher vergrößert. Darüberhinaus hat das CEN ein vergrößertes iFC zur Amygdala.

Das bedeutet bei PTBS:

Wird eine Interozeption (z.B. Angst oder Affekte) erlebt, wird diese aus dem Körper über die Insula (Teil des SA) in das Gehirn eingespeist. Die Insula hat ein größeres iFC zum lateralen präfrontalen Cortex (lPFC). Der lPFC ist Teil des CEN. Daher wird der lPFC aktiviert. Das CEN versucht eine Strategie gegen die Interozeption zu entwickeln. Es gibt keine Strategie gegen eine Interozeption außer Akzeptanz. Für Akzeptanz ist das Ruhenetzwerk (DMN) verantwortlich, nicht das CEN. Nachdem das CEN aktiviert worden ist, aktiviert das CEN die Amygdala aufgrund des größeren iFC’s zwischen Amygdala und CEN. Ist die Amygdala aktiviert, wird Angst erlebt.